Matomo auf eine andere Domain migrieren

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Vor kurzem kam ich nach langer Pause wieder in die Verlegenheit, eine Matomo-Installation auf eine andere Domain umzuziehen. Ich nehme dies zum Anlass, den Vorgang einmal schriftlich festhalten.

In diesem Artikel erfährst du, wie du die Webstatistik-Software Matomo erfolgreich auf eine neue Domain migrierst, ohne wertvolle Daten zu verlieren.

Matomo – ein Werkzeug für datenschutzfreundliche Webanalyse

In der digitalen Ära ist es unerlässlich, das Verhalten von Website-Besuchern zu verstehen. Matomo, ehemals Piwik, bietet als leistungsstarkes Open-Source-Webanalyse-Tool nicht nur umfassende Einblicke, sondern setzt auch einen starken Fokus auf Datenschutz.

Matomo geht dabei über einfache Seitenaufrufstatistiken hinaus und bietet Echtzeitverfolgung, Seitenaufrufanalysen, Marketingkampagnenbewertungen und individuelle Zieldefinitionen. Die flexible Anpassung ermöglicht die gezielte Erfassung und Analyse relevanter Daten.

Anders als viele Konkurrenten respektiert Matomo die Privatsphäre der Benutzer und erlaubt das Hosting der Daten auf eigenen Servern.

Diese genannten Eigenschaften sind für mich ausschlaggebend, um auf Matomo zu bauen. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen: Für die überwiegende Anzahl von Webseiten reicht Matomo völlig aus.

So zieht man eine Matomo-Installation auf eine neue Domain um

Wenn eine laufende Matomo-Installation umziehen muss, ist die Unsicherheit bei den Betreibern groß.

Deshalb Regel Nummer 1: Backup der Verzeichnisse + Dateien SOWIE Backup der Datenbank erstellen!

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten des Umzugs:

  • Der physische Teil der Installation bleibt an Ort und Stelle

oder

  • auch das Matomo-Verzeichnis mit all seinen Dateien zieht um

Im ersten Falle richtet man die neue Domain/Subdomain ein. Ich arbeite immer mit einer Subdomain, die kann man so benennen, dass der Zweck klar wird. Legt die PHP Version fest und installiert ein SSL Zertifikat. In Zeiten kostenloser Lets Encrypt Zertifikate sollte das kein Problem sein. Bietet euer Webhoster keine kostenlosen SSL Zertifikate an, wechselt den Anbieter.

Löscht alle Dateien und Ordner im tmp Verzeichnis von Matomo.

In der config.ini.php Datei im config Ordner fügt ihr einen weiteren Eintrag hinzu. Nehmt die neue Domain als trusted Host mit auf.

Der neuen Domain bzw. Subdomain wird das Verzeichnis der Matomo-Installation zugewiesen und nun ruft man die neue URL im Browser auf. Wenn alles geklappt hat, müsste jetzt die Login-Seite erscheinen, wo ihr euch wie gewohnt bei Matomo anmelden könnt.

Wenn die Matomo-Installation zusätzlich auch den Speicherort auf dem Server ändert, gibt es zwei Möglichkeiten, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Selbstverständlich ist die Arbeit mit einem aktuellen Installationspaket immer vorzuziehen, aber oftmals stimmen Versionsstand auf dem Server und die Version des Downloads nicht überein und es kommt zu Problemen im Betrieb. Daher arbeite ich bevorzugt mit den Originaldateien und -verzeichnissen der Installation. Da weiß ich, dass es keine Unverträglichkeiten geben kann.
Wenn man SSH Zugriff auf den Webspace hat, geht das recht einfach und schnell. Einfach über Verschieben oder Kopieren den Matomo-Ordner dorthin bringen, wo die Statisitik-Software später werkeln soll. Ich setze mehr auf Kopieren, denn auf Verschieben. Einfach um auf Nummer Sicher zu gehen, dass die Dateien im Fehlerfall immer noch da sind. Wenn die Migration geklappt hat, kann ich das immer noch löschen.
Gibt es keine Möglichkeit, auf SSH zuzugreifen, erledige ich das mittels FTP. Filezilla gestartet, den ganzen Kram downloaden und an anderer Stelle wieder auf den Server laden. Bei derzeit um die 10.000 Dateien kann das ganz schön dauern.

Sobald sich die Domain des Matomo-Systems ändert, ändert sich auch der Tracking Code für die Webseiten. Diesen Code müsst ihr natürlich auf den Webseiten anpassen. Solltet ihr ein Plugin wie zum Beispiel Connect Matomo von Andre Bräkling einsetzen, könnt ihr das dort in den Plugin-Einstellungen erledigen. Ansonsten ist der angepasste Tracking-Code auch über die Matomo-Installation selbst zu beziehen. Er muss dann eben per Hand auf den Webseiten implementiert werden.

Bitte beachten Sie: die Informationen in diesem Artikel wurden zum Zeitpunkt seiner Erstellung nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen, aufbereit und niedergeschrieben.
Diese können heute, abhängig vom Zeitpunkt der Veröffentlichung und des behandelnden Themas, überholt und ungültig sein.
Es obliegt den Lesern, diese Inhalte mit dem aktuellen Wissensstand abzugleichen.

Artikel online seit: 22 Tagen
Letzte Änderung: 22.01.2024

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