Das neue KAS bei all-inkl: Frische Optik und sinnvolle Verbesserungen

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Bereits seit einiger Zeit begrüßt der deutsche Webhoster all-inkl.com seine Nutzer mit einer überarbeiteten Version seiner KAS-Verwaltungsoberfläche.

Dabei handelt es sich nicht um einen grundlegenden Neuanfang oder einen erzwungenen Wechsel zu Plesk oder cPanel, wie es bei einigen Konkurrenten der Fall war. Stattdessen wurde die bewährte KAS-Oberfläche optisch modernisiert und um einige praktische Funktionen erweitert. Obwohl ich mit der alten Version jahrelang gut zurechtgekommen bin, arbeitet es sich mit der aufgeräumteren und frischeren Oberfläche deutlich angenehmer.

Im Folgenden zeige ich einige Beispiele für neue Funktionen und Verbesserungen, die den Verwaltungsalltag erleichtern.

Für die Verwaltung von WordPress-Websites und Nextcloud-Installationen nutze ich regelmäßig SSH-Zugänge. Diese stehen zwar erst in den höheren all-inkl-Tarifen zur Verfügung, lohnen sich aber. Früher entsprach die für SSH verwendete PHP-Version oft nicht der aktuell verfügbaren Web-PHP-Version, sondern blieb auf einer älteren, bewährten Ausgabe. Das führte beispielsweise bei Nextcloud häufig zu Problemen, wenn der occ-Interpreter eine neuere PHP-Version – etwa PHP 8.2 – voraussetzte. Umwege und Workarounds zur Anpassung der Shell-PHP-Version waren daher keine Seltenheit.

Heute lässt sich die für den SSH-Zugang verwendete PHP-Version bequem für jeden Account direkt über ein Auswahlmenü in den KAS-Einstellungen festlegen.

Unterkonten mit Subdomains nutzen

Unterkonten (Subaccounts) gehören bei all-inkl schon lange zum Funktionsumfang. Ebenso lassen sich Domains zwischen diesen Konten verschieben. Neu ist jedoch, dass sich auch einzelne Subdomains einem Unterkonto zuweisen lassen, ohne die Hauptdomain mit verschieben zu müssen.

Das erleichtert viele Anwendungsfälle. Ich nutze Subdomains beispielsweise gern, um verschiedene Dienste oder Funktionen voneinander zu trennen. Zwar bietet all-inkl eine faire Anzahl kostenloser Inklusivdomains, dennoch wäre es auf Dauer umständlich und unnötig teuer, für jeden Dienst eine eigene Domain registrieren zu müssen.

Aus Sicherheitsgründen lege ich häufig einen separaten Subaccount an, der ausschließlich einen bestimmten Dienst oder einen Dateispeicher beherbergt. Früher musste dabei auch die Hauptdomain mit umziehen – heute ist das nicht mehr nötig. Stattdessen lässt sich eine Subdomain in wenigen Schritten einem anderen Unterkonto zuweisen, ohne die Hauptdomain anzufassen. Folgende Screenshots bebildern den Prozess:

Abbildung 1: Quell-Account wählen. Hier ist auch ein Unterkonto möglich
Abbildung 2: Domains oder Subdomains zum Umzug auswählen
Abbildung 3: Den Ziel-Account für diese Domain oder Subdomain auswählen, Verschieben, fertig.

Die neue KAS-Oberfläche bringt weniger revolutionäre Neuerungen als vielmehr durchdachte Verbesserungen an den richtigen Stellen. Gerade die frei wählbare SSH-PHP-Version und das Verschieben einzelner Subdomains zwischen Unterkonten sparen im Alltag Zeit und machen Workarounds überflüssig.

Natürlich würde ich mir an der einen oder anderen Stelle noch weitere Verbesserungen wünschen – gerade als jemand, der SSH, Nextcloud oder WordPress regelmäßig administriert. Allerdings muss eine Verwaltungsoberfläche wie das KAS sowohl Einsteiger als auch erfahrene Anwender bedienen. Was für Entwickler sinnvoll erscheint, würde Gelegenheitsnutzer unter Umständen eher überfordern. Diesen Spagat zu meistern, ist nicht einfach. Hinzu kommt, dass ein Webhoster wirtschaftlich abwägen muss, für wen er seine Verwaltungsoberfläche in erster Linie entwickelt. Jede Spezialfunktion erhöht den Entwicklungs- und Wartungsaufwand, wird aber oft nur von einem vergleichsweise kleinen Teil der Kundschaft genutzt. Man kann heute nicht als eierlegende Wollmichsau am Markt überleben.
Umso mehr fällt auf, dass all-inkl die Oberfläche modernisiert hat, ohne ihre gewohnte Einfachheit aus den Augen zu verlieren.

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Letzte Änderung: 13.07.2026

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