Wir lesen uns – in 2016

Die Weihnachtstage liegen hinter uns, die Zeit zwischen den Jahren wird gerade irgendwie rumgebracht und der Jahreswechsel steht drohend vor der Tür. Kinners, damit dürfte klar sein, dass hier in den nächsten Tagen nicht mehr viel passieren wird. Für die Leser meines Newsletters wird es noch einmal eine kleine Abschlussbetrachtung geben, aber hier auf der Webseite werden erst in 2016 wieder neue Artikel erscheinen.

Bis dahin werden (sofern möglich) noch (kleinere) Kundenarbeiten abgeschlossen und Pläne für die Zukunft geschmiedet. Zum Pläneschmieden gehört auch eine Rückbetrachtung des vergangenen Jahres, auch wenn ich bei solchen Sachen ein eher schlechtes Gedächtnis habe. An was ich ich erinnern kann, ist die gewachsene Erkenntnis, dass man sich auf wenige, wichtige Dinge konzentrieren muss. Dieser Ratschlag wird zwar so inflationär gebraucht, dass man ihn mittlerweile nicht mehr ernst nimmt, aber er hat einfach seine Berechtigung. Einige meiner Kollegen und Bekannten haben ihr Leistungsportfolio bereits umgestellt oder sind gerade dabei, die Ressourcenfresser zu identifizieren und diese nach und nach aus dem Angebot zu streichen. Ich weiß in diesem Zusammenhang nämlich auch noch nicht, ob und inwieweit ich meine Taktzahl an Artikelveröffentlichungen beibehalten kann. Das betrifft ja nicht nur diesen Blog und die Bezahlung (also Kommentare, Likes, Shares etc.) ist jetzt auch nicht gerade motivierend. Ich habe aber auch keine Lust, diesen Blog mit Popup Fenstern zuzupflastern, auf dass sich die soziale Bindung und Reichweite erhöhe.

Ich werde also meine eigenen Services etwas bündeln und fokussieren. Einige Sachen werde ich gar nicht mehr anbieten oder auslagern. Der Tag hat nun einmal nur 24 Stunden und es gibt einfach verdammt viele Leute, die sich auf gewisse Dinge spezialisiert haben. Außerdem habe ich nicht vor, mehr Zeit vor dem Bildschirm zu verbringen als unbedingt nötig. Es gilt, so vielen Interessen und Neigungen nachzugehen …

Persönliche Rundumbetreuung ist auch so eine Sache, die viel mehr Zeit (und damit Geld) frisst als es den Kunden bewusst ist. Ich meine hiermit nicht den zu erwartenden Aufwand bei Stammkunden oder größeren und genau definierten Aufträgen. Das sind Aufwendungen, die dazugehören. Hier geht es um die typischen Anfragen nach Hilfestellung bei „kleinen“ Problemen zwischendurch. So etwas wie eine Mischung aus Support, Notfall und Schulung, für die es eigentlich maßgeschneiderte Angebote gibt. Selbst wenn sich der Kunde das als einfach ausmalt (“ … ist wahrscheinlich nur eine falsch gesetzte Einstellung“), unterbricht man mit solchen überfallartig eingeschobenen Sachen seinen Arbeitsfluss und es ist nie garantiert, dass die Problemlösung wirklich nur die behaupteten 5 Minuten dauert. Wenn man den Kunden die realen Kosten in Rechnung stellen würde, täte das nur zu entsetzten Reaktionen und großen Augen führen.
Versteht das nicht falsch, ich arbeite und kommuniziere wirklich gern mit Kunden, aber für „mal eben schnell eine Kleinigkeit …“ habe ich einfach keine Zeit mehr. Darunter leidet dann die Qualität bei allen anderen Projekten und das ist sehr schade.

Sichere WordPress Installationen aufsetzen, komplett einrichten und arbeitsbereit übergeben – das macht mir weiterhin Spaß. Auch Migrationen von einem CMS zu WordPress, Umzüge von einem Server auf einen anderen bzw. Relaunches mit Domainwechsel – das sind alles Herausforderungen, die ich gern annehme. Auch Schulungen (ich bringe Leuten unheimlich gern etwas bei) und das Erstellen von Konzepten oder Analysen sind Aufgaben, die ich gern übernehme.
Online Shops, Black Hat SEO oder reine Email-Adressen-Sammelseiten – daran habe ich kein Interesse. Da gibt es sicher Agenturen, die euch weiterhelfen, aber eine Sphäre ist das nicht.
Auch sollte ich bei euch echtes Interesse an der Sache und den Willen zum Lernen verspüren, damit ich euch bei einer Schulung helfen kann.

Ansonsten wünsche ich allen Lesern einen guten Rutsch, gutes Essen + gutes Trinken, anregende Gespräche mit euren Lieben (und Bekannten und Verwandten) und was euch sonst noch erfüllt. Und nehmt nicht alles so ernst.

Wir lesen uns in 2016 wieder.

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