Meine am häufigsten installierten WordPress Plugins

Ich habe mal über meine WordPress Installationen geschaut und gezählt, welche Plugins ich immer wieder einsetze. Die typischen Toplisten (die 10 besten Plugins für xyz …) sind ja schön und gut, aber gehen auch oft an der Realität vorbei. Niemand wechselt gern von heute auf morgen sein seit langem werkelndes Plugin gegen einen plötzlich gehypten Kandidaten aus.

Die folgenden Plugins habe ich ungeordnet aufgelistet. Ich will auch nicht behaupten, dass es jeweils die besten ihrer Art sind. Das kann in vielen Fällen sein, muss aber nicht. Es sind einfach die Plugins, die mich aufgrund ihrer Robustheit, ihrer Funktionalität und der Aussicht auf langfristige Pflege und Wartung überzeugt haben.

Noch etwas: Ein Plugin zu erstellen und über Jahre hinweg zu pflegen, auf Änderungen von WordPress selbst oder Themeentwicklern zu reagieren, Sicherheitslöcher zu stöpfen, neue Funktionen einzubauen – das kostet Zeit, Nerven und vor allem Geld. Da die überwiegende Anzahl der hier vorgestellten Erweiterungen selbst für kommerzielle WordPress Webseiten kostenlos ist, kann es nicht schaden, wenn ihr dem ein oder anderen Entwickler eine kleine Spende zukommen lasst. Macht ihr zwar trotzdem nicht, aber erwähnen wollte ich es dennoch.

Contact Form 7

Ja ich weiß, Gravity Forms kann viel mehr – aber für ein einfaches Kontaktformular reicht CF7 aus. Mit ein wenig zusätzlicher Programmierung oder add-on Plugins lassen sich auch weitere Features realisieren. Die Formulare werden zentral verwaltet und durch einen Shortcode auf den gewünschten Seiten und Beiträgen angezeigt.

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Contact Form DB

CFDB und CF7 kommen bei mir immer in Personalunion daher.
Wo immer CF7 installiert ist, kommt auch CFDB zum Einsatz. Da man nie wissen kann, ob auch alle Emails aus einem Kontaktformular den Adressaten erreichen, setze ich auf das Plugin von Michael Simpson, das alle Kontaktanfragen intern noch einmal tabellarisch abspeichert. Bei Bedarf kann man diese Daten auch nachträglich durch einen CSV Export weiterverarbeiten.

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WP Piwik

Da ich persönlich eher auf das freie Piwik als Webstatistik Werkzeug setze, bin ich natürlich dann mit dem einzig wahren Plugin WP Piwik unterwegs, das die wichtigsten Kennzahlen und Angaben gleich im Backend aufbereitet und darstellt. Natürlich muss man dazu eine eigene Piwik-Installation hochgezogen haben, aber das geht mittlerweile fast schon auf Knopfdruck.

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BackWPup

Keine Frage: sich um eine vernünftige Backuplösung zu kümmern, ist eine der ersten Aufgaben nach einer frischen WordPress Installation. Obwohl es hier so einige gute Plugins für die Datensicherung gibt, setze ich zu 99% auf Backwpup aus dem Hause MarketPress. Es bietet schon in der kostenlosen Version genügend Einstellungsmöglichkeiten, um bei Bedarf eine Webseite komplett zu restaurieren.

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Wordfence Security

Sicherheit im Netz ist ein Thema für sich.
Ganzheitlich betrachtet ist es vielmehr ein Konzept und sollte nicht mit der Installation eines Plugins abgehandelt werden, aber die Nutzer wollen nun mal schnelle Antworten und einfache Lösungen.
Auch hier gibt es Werkzeuge, mit denen man sein Sicherheitskonzept zumindest teilweise umsetzen kann. Seit einiger Zeit vertraue ich da auf Wordfence Security, das mir in der Basisversion Installationsscans, Login Limitierungen, Überprüfung der Passwortstärke u.v.m. anbietet.

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Code Snippets

Extra ein Child-Theme anlegen, nur weil man eine Zeile Code in der functions.php hinzufügen will?
Dank dieses äußerst hilfreichen Plugins von Shea Bunge muss das nicht sein. Eigene Funktionen können hier Theme-übergreifend deklariert, der functions.php hinzugefügt und zwischen Installationen sogar ex- und wieder importiert werden. Die Alternativen wären das Erstellen eines Child-Themes oder Programmieren eines Plugins.

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Cachify

Ohne solides Caching geht heute bei WordPress gar nichts mehr. Ich habe es gern einfach und simpel, deshalb wandeln bei mir Cachify (ehemals von Sergej Müller) in den Multisites und WP Fastest Cache bei Single-Installationen die dynmaischen Inhalte in statische Seiten um.
W3TC oder WP Rocket wären auch Optionen, aber das erste ist mir auf Dauer zu komplex und beim zweiten lohnen sich die Lizenzkosten erst bei einer kommerziell betriebene Webseite.

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Adminer

Sozusagen mein MacGyver Taschenmesser für (fast) alle Notlagen. Das Adminer-Plugin von Frank Bültge baut innerhalb des WordPress Backends eine abgespeckte phpmyadmin Oberfläche auf, über die man schnell mal in die Datenbanktabellen schauen und/oder dort Änderungen vornehmen kann. Ich würde sogar behaupten, dass Adminer für meine Arbeit am wichtigsten ist.

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Antispam Bee

Wer Akismet aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht einsetzen mag, landet irgendwann bei Antispam Bee (ehemals aus dem Hause Sergej Müller). Die Biene sortiert fleißig und mit hoher Treffergenauigkeit den Kommentarspam aus. Könnte es jetzt auch noch Kontaktformulare überwachen, wäre es perfekt und Millionen Euro wer. Webseitenbetreiber, die einmal in das Visier von Spammern geraten sind, werden dieses Plugin zu schätzen wissen.

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Advanced Custom Fields

Dieses Plugin ist eine Wundertüte und spielt die ganze Macht der custom fields („benutzerdefinierten Felder“) aus. Wer seine Beiträge und Seiten um Metainformationen erweitern will, sollte sich ACF einmal ansehen. Die Bedienoberfläche wirkt aufgeräumt, die Bedienung selbst ist intuitiv und die Möglichkeiten wachsen sprunghaft an, sobald man sein erstes Beispiel damit umgesetzt hat.

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Email Address Encoder

Dieses kleine Plugin von Till Krüss macht genau das, worauf der Name hindeutet. Jedwede auf der Webseite platzierte Email-Adresse wird codiert und somit den meisten (automatischen) Email-Harvestern und -grabbern verleidet.

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Easy Fancybox

Plugins mit Lightbox-Effekt für Bilder und Videos gibt es viele. Sehr viele! Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Bei mit verrichtet seit längerer Zeit Easy Fancybox von RavanH seine Arbeit. Es ist nicht überladen und die Darstellung erfolgt flott.

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Widget Logic

Ein Klassiker. Hier mit mithilfe konditionaler Logik festgelegt, auf welchen Seiten/Beiträgen ein Widget angezeigt wird oder nicht. Die Logik muss allerdings händisch eingegeben werden, was viele Nutzer dazu veranlasst, auf eine visuelle Alternative auszuweichen. Dafür funktioniert Widget Logic auf jeder WordPress Installation.

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wpSEO

Das ist das einzige Plugin in dieser Aufzählung, das selbst in der kleinsten Version kostenpflichtig ist. Das Geld ist aber bestens angelegt. In keinem anderen SEO Plugin lässt sich alles so schnell und intuitiv einrichten wie bei wpSEO. Es gibt eine Testversion für 10 Tage.
Weitere hervorragenden Plugins auf diesem Sektor sind Yoast SEO und All in One SEO.

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Google XML Sitemaps

Auch wenn sich die Gelehrten jetzt streiten mögen, ob Google noch extra erstellte Sitemaps benötigt, um die Inhalte einer Webseite zu erfassen – schaden kann das Ausliefern einer XML basierten Sitemap nicht. Und seit vielen Jahren arbeiten meine Seiten dem Plugin von Arne Brachhold, der Zehntausenden WordPress-Blogs zu besserer Sichtbarkeit verholfen und dafür wahrscheinlich nicht mal einen feuchten Händedruck erhalten hat.

Würde ich Yoast SEO einsetzen, würde ich Brachholds Plugin dennoch aktiviert lassen und die XML Sitemap Funktion bei Yoast deaktivieren.

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WP-Mail-SMTP

Interne Emails versendet WordPress standardmäßig über die Mailfunktion in PHP. Es liegt dann an den Mailservern des Adressaten, ob diese Emails angenommen werden oder nicht. Das kann manchmal recht nervend sein, wenn eine Registrierungsmail oder ein Updatehinweis nicht ankommen. WP-Mail-SMTP von Callum MacDonald behebt dieses Problem, indem sich WordPress dazu überreden lässt, seine Emails mittels SMTP eines tatsächlich existierenden Emailkontos zu versenden. Bedeutet natürlich, dass man einen Email-account benötigt und dieser z.T. viele Nachrichten in kurzen Abständen versenden kann.

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Shortcodes Ultimate

Wer dieses Plugin einsetzt, kann sich viele weitere Plugins ersparen. Es klinkt sich in den WordPress Editor ein und beherbergt zahlreiche, vordefinierte Shortcodes, mit denen man eine Seite oder Beitrag gestalten kann. Das alles erfolgt durch intuitiv gestaltete Eingabemasken und mit zahlreichen Beispielen begleitet. Auf die Ausgabe kann mittels eigener CSS-Klassen umfassend eingewirkt werden.
Alternativen sind Pagebuilder und WP Canvas.

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TinyMCE Advanced

Was soll ich sagen? Auch in Zeiten diverser Pagebuilder und visueller composer setze ich auf schlichte Editoren. TinyMCE Advanced ergänzt dabei den WordPress eigenen Editor um weitere Funktionen und reicht in Zusammenarbeit mit Shortcodes Ultimate völlig aus, um Inhalte ansprechend zu gestalten.

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2 Kommentare:

  1. Hallo Lars,

    ich finde deinen Artikel und die Tipps super. Vor allem, dass du bereits zu Beginn gesagt hast, dass du nicht einfach Plugins austauscht nuur weil sie gehyped werden. Man gewöhnt sich ja auch an die Tools/Programme/Plugins mit denen man arbeitet. Dennoch habe ich noch ein Plugin in Petto, was mir gut hilft um Blogbeiträge in den Social Media zu posten. Da mache ich immer mit Blog2Social (www.blog2social.com/de), denn da gibt es Xing und ich muss nicht immer zwischen den Social Media hin und herspringen, sondern hab alles auf einer Seite.

    Viele Grüße aus Köln

    Dennis

    • Xing … Xing. Da war mal was. Ja, genau – hab mich vorgestern das erste Mal seit Monaten da wieder mal eingelogged. Ich gestehe, ich nutze es sehr wenig. Vielleicht ist es mir deshalb nicht so wichtig, ob die social media Plugins das berücksichtigen oder nicht.

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