Facebook Marketing: 14 Hinweise für den Erfolg

Nach meinem letzten Vortrag über Facebook im Tourismus-Marketing dachte ich mir, jetzt wird es einmal Zeit, dass ich ein paar Tips und Hinweise für erfolgreiches Facebook-Marketing aufschreibe.

Das ist jetzt auch kein Manual, dass ihr Punkt für Punkt durchdeklinieren sollt und schon seid ihr die Kings of Facebook. Aber es sind Punkte, über die ihr nachdenken und eure eigenen Facebook-Aktivitäten reflektieren könnt. Ich gebe es zu: nichts ist in Stein gemeißelt. Vieles ist in seiner Aussage diskussionswürdig, und das ist auch gut so. Ich bin immer an anderen Sichten zum Thema interessiert. Wie sollte man auch sonst hinzulernen?

Hast du Spaß?

Ohne Spaß und Begeisterung an der Sache schreibt es sich zäh. Die Nutzer merken es sofort, wenn du aus einer „ja, dann muss ich mal wohl …“ Einstellung heraus schreibst. Du musst es wollen, sonst wird es nichts.

Nimm Facebook ernst

Ja wie nun, Spaß haben und das Ganze ernst sehen? Beides. Mit Spaß an der Arbeit und in Facebook das sehen, was es ist (oder sein könnte): eine Werbeplattform, ein Werkzeug, eine Chance.
Macht euch diese Möglichkeiten nicht kaputt, indem ihr euern Account für das Teilen von Hoaxes, Kettenbriefen und lustigen Bildchen oder Sinnsprüchen mißbraucht.

Nimm den Nutzer ernst

Du wirst zu Beginn deines Facebook Engagements auf die breite FB-Nutzerschaft treffen. Die bringt dich ich u.U. nicht weiter. Emo-Kids, tolle Hechte und Selbstdarsteller, Nörgler …
Dann gibt es aber noch die, die tatsächlich an einem Gedankenaustausch, an Kommunikation interessiert sind. Die etwas von dir lesen wollen, die sich begeistern lassen. Diese Nutzer musst du erst einmal finden. Und wenn du sie gefunden hast, gehe respektvoll mit ihnen um. Versuche auf ihre Aktionen zu reagieren. Nutzer wollen ernst genommen und ein bischen gestreichelt werden. Und ganz viel Aufmerksamkeit.
Viele Fanpage-Betreiber haben durch den Zukauf von Likes und Friends die Bindung an ihre wahre Nutzer- und Leserschaft verloren. Natürlich gehe ich mit zehntausenden, in Vietnam gekauften Facebook Freunden anders um, als mit „organisch“ gewachsenen Freundschaften.

Trenne Privates von Geschäftlichem

Der gewöhnliche Facebook-Account ist für die privaten Angelegenheiten und alles was deine Firma/Verein/Institution betrifft, gehört auf die Facebook Fanpage. Die Leute sind in der Regel nicht an dir interessiert. Wenn du ein Schauspieler, Künstler, Musiker oder sonstwas bist, mag das anders sein. Aber das Ausbreiten der eigenen Seelenlandschaft von Lieschen Müller ist Gift für einen seriösen Facebook Auftritt.

Leg dir ein dickes Fell zu

Die Welt ist ungerecht. Das Leben auch.
Es kann sein, dass du dich auf Facebook und Co. abrackerst und monatelang nichts passiert. Dein Kollege oder Konkurrent betreibt seit einem Monat eine Fanpage und konnte bereits eine vierstellige Likes-Anzahl generieren. Ja, so ist das. Es gibt kein Anrecht auf Erfolg.

Du brauchst einen langen Atem

Bohre dicke Bretter! Das schließt ein gehöriges Maß an Ausdauer mit ein. Erfolg stellt sich nicht über Nacht ein. Aber stetes Tropfen höhlt den Stein.Und irgendwann (wenn meine Floskeln aus sind) zeigt die Arbeit Wirkung. Ab diesem Punkt wird es einfacher.

Ein Plan – mächtig gewaltig

Für fast alles braucht man einen Plan, warum nicht auch für Facebook?!
Was willst du mit Facebook erreichen? Hast du schon eine Strategie entwickelt? Mit welchen Mitteln willst du sie umsetzen?

Es gibt eine ganze Reihe von Fragen, die du vorher klären solltest. Richte deine Facebookaktivitäten daran aus.

Hole die Nutzer ab

Befreie deine Friends und Follower aus der „Facebookblase“. Dort nützen sie dir nichts. Lenke sie auf deine Webseite und die Inhalte/Angebote/Services darauf. Sonst ergeht sich alles in wohlgefälliger Selbstreferenzialität.

Uralt, wird aber dennoch meistens ignoriert. Das AIDA Prinzip. Steht für A = Attention, I = Interest, D = Desire und A = Action.

Viele erzeugen zwar Aufmerksamkeit und Interesse, wissen aber nicht, wie sie ein Verlangen und ein Handeln beim Nutzer auslösen.
Ein schönes Bild zu posten, reicht einfach nicht. Verbindet das mit einer kleinen Geschichte und setzt einen Link, unter dem die Nutzer mehr erfahren können.

Variiere bei den Inhalten

Immer nur Statusmeldungen posten macht aus deiner Pinnwand eine Bleiwüste. In deinen Facebook-Statistiken erfährst du, welcher Medientyp auf deiner Fanpage gut angenommen wird und welche nicht so. Erfahrungsgemäß erlangen Beiträge, die von Bildern begleitet werden, eine höhere Aufmerksamkeit als reine Textpostings. Ausnahmen bestätigen die Regel. Videos gehen bei mir zum Beispiel gar nicht gut.

Aber wie gesagt, es ist alles eine Frage der Mischung.

Achte auf die Nettiquette

Eine gute Kinderstube bringt Dich weiter. Schreie nicht herum (permanente Großschreibung), beleidige niemanden und wenn Du anderer Leute Inhalte für dich nutzt, gebe sie nicht als deine eigenen aus.
Ich stosse in Facebook dauernd auf schlechtes Deutsch. Rechtschreibfehler ohne Ende, brutale Grammatikvergewaltigung. Ja, Autokorrekturen bei Smartphone-Apps, Eile und mittlere Leistungen im Deutschunterricht damals machen sich bemerkbar. Aber das ist auch eine Frage, welchen Respekt man seinen Nutzern gegenüber aufbringt. Wenn ich grobe Fehler moniere (bei den kleinen habe ich längst aufgegeben), bekomme ich oft zu hören: „Lohnt nicht, ist doch nur Facebook hier …“
Was soll ich von solchen Facebookfreunden halten? Lohnt es sich nicht, für mich als Nutzer ein bischen Zeit zu investieren? Meinen die wirklich, ein schnell hingerotzter und vor Fehlern strotzdender Zweizeiler muss für mich halt reichen? Ich will, dass man sich für mich Mühe gibt.

Leg Dich nicht mit Facebook an

Facebook macht die Regeln und Du befolgst sie. So einfach ist das. Brichst du die Regeln, bist du schnell draußen.

Lerne von Anderen, aber kopiere sie nicht

Warum das Rad neu erfinden? Lerne von anderen Facebookern. Schaue dir an, was sie gut machen und vermeide ihre Fehler. Du kannst noch so viele eigene tun. Nur, kopiere andere Nutzer und Seiten nicht. Entwickle deinen eigenen Stil.

Nutze die Facebook eigene Statistik

Wer wissen will, wie seine Leser ticken oder welche Inhalte es sich wann zu posten lohnt – der sollte die Informationen auswerten, die ihm Facebook von Haus aus bietet. Die Kennzahlen sind selbsterklärend und recht gut aufbereitet, auch wenn sie nicht sehr in die Tiefe gehen.

Geben und Nehmen

Niemand ist eine Insel. Deswegen kommentiere, verteile Likes bei anderen Leuten und teile auch mal ihre Beiträge. Wenn das Universum dir gütlich gesinnt ist, kommt auch etwas davon wieder zurück.

Und wer etwas über das Texten im Internet generell erfahren möchte, folgt diesem Link.

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