Eine interessante Entdeckung bezüglich Browser und Betriebssystem – Webstatistik

Ich habe eine interessante Entdeckung in meinen Webstatistiken gemacht, die die Betriebssysteme und die darauf laufenden Browser meiner Besucher betrifft.

Das folgende Beispiel stammt nicht von meiner privaten Webdesign und Kartographie Seite sondern von einer meiner zahlreichen Projektwebseiten. Das Phänomen ist aber auf all meinen Seiten ähnlich gravierend ausgeprägt, so dass ich das Beispiel mit gutem Gewissen zur Argumentation heranziehen kann.

Der folgende Screenshot stammt aus meinem WP-Piwik-Plugin Backend und zeigt die Betriebssysteme meiner Webseitenbesucher für einen Tag. Jetzt mal die Versionen außer Acht gelassen, erkennt man schnell, dass Windows-Systeme von Microsoft doch deutlich in der Mehrzahl sind (oh, wie überraschend). Die Betriebssysteme aus Redmond erreichen bei mir stets Werte von 75 % und aufwärts. Ich habe jetzt auch extra einen Tag gewählt, wo möglichst wenig alternative Betriebssysteme auf meinen Seiten waren, damit es die Übersichtlichkeit verbessert. Soweit so gut.

Die verwendeten Betriebssysteme meiner Webseitenbesucher

Und nun kommen wir mal zur Browser-Auswertung. Bei einem Marktanteil von > 75 % für Microsoft dürfte man doch auch erwarten, dass unser aller Internet Explorer (in welcher Version auch immer) ebenso stark vertreten ist. Denkste!Die verwendeten Browser meiner Webseitenbesucher

Die IE’s erreichen nur einen Verbreitungsgrad von knapp 44 %, während der Rest vom Firefox und normalerweise dem Google Chrome dominiert wird. Wenn Chrome auch noch mit dabei ist, geht das in meinen Statistiken meistens zu Lasten des Internet Explorer.

Was bedeutet das?

Das kann doch als Rückschluss nur eines bedeuten: Die Leute setzen zwar überwiegend noch auf Microsoft basierte Desktops, surfen von dort aus aber eher mit dem Firefox oder Chrome Browser, anstatt mit Microsofts ureigenem und integrierten Produkt.

Das hingegen wirft wieder eine weitere Frage auf: Wenn die Leute dann schon in Websachen eher der open source Konkurrenz vertrauen, als dem MS Produkt – weshalb vertrauen sie dann immer noch dem Windows auf ihrem Rechner und machen nicht gleich Nägel mit Köpfen?
Es wäre doch nur konsequent, auch noch das Windows vom Rechner zu werfen und gleich die Linux oder MacOS Alternative zu installieren. Meinetwegen erst einmal als Dualboot. Es soll mir doch niemand sagen, dass es dabei nur um den IE als Browser geht. Für 90% der Surfer sollte der völlig ausreichend sein.
Oder ist es die Bequemlichkeit, weil Microsoft schon überall auf diesen Discount-Rechnern bei Mediamarkt und Co. vorinstalliert ist? Ich meine, wie eilig und ohne Beratung kaufen sich die Leute ihren PC oder Laptop?

Mit Ubuntu, Mint, Fedora, OpenSuse und Co. gibt es hervorragende Alternativen, die alles abdecken dürften, was der 08/15 Nutzer von heute benötigt.

2 Kommentare:

  1. Das ist doch mal eine wunderbare Beobachtung!

    Wie lustig, dass ich nach mehreren Jahren Linuxverwendung auf einigen Servern und meinen Laptops gerade gestern Nacht Mint Linux auch auf meinem Desktop gelandet ist.

    Vermutlich führte auch meine Selbstbeobachtung dazu, dass ich mit FileZilla, Sublime Text 2, Slypheed, gimp und Konsorten immer schon einen plattformübergreifenden Stack benutzt habe. Warum dann nicht auch auf der Hauptmaschine?

    Das Ziel sollte es sein, Windows nur noch virtualisiert für die Adobe Suite und ähnliche Monster zu benutzen.

    Bis dahin führe ich endlich auch im Vereinsumfeld Linux ein und hoffe, dass nach ersten vielversprechenden Gehversuchen, die am Ende an einer nVidia Grafikkarte gescheitert sind, auch Bodhi Linux mit seinem Enlightenment Desktop noch eine Chance erhält.

    …just my two cents.

    • Oh, eine schöne Geschichte!
      Als jemand, der sich nicht in diesem professionellen Graphik- und Bildbearbeitungsumfeld herumtreibt, ging es mir beim Übergang Windows-Linux genauso. Alles mit dem ich täglich arbeitete, gab es auch und originär auf Linux.
      Wenn man allerdings gezwungen ist (von Arbeits wegen) z.B. eine ESRI Umgebung am Laufen zu halten wird man um ein Windows noch nicht herumkommen. Aber das sind Einzelfälle und betreffen im überwiegenden Fall auch nicht die privaten Laptops oder PCs. Gerade Vereine sind eine gute Gelegenheit, Linuxsystemen und open source eine Bresche zu schlagen.

      Wegen des nVidia Treibers … da habe ich auch schon mal zu knabbern gehabt, als ich Linux auf einen All in One PC bekommen wollte (Lenovo Ideacentre). Da gibt es im Forum bei Ubuntuusers eine recht umfangreiche Ausarbeitung zu Ubuntu und nVidia Treibern.

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