Überschriften in Blogs

Warum sind die Überschriften, sprich Headlines, in Blogartikeln so wichtig?! Welches sind die am häufigsten verwendeten Typen?!

Chris Bloczynski zählt 99 (!) Techniken auf und liefert zu jeder auch noch ein Beispiel.

Warum die Überschrift so bedeutend ist

Der Überschrift eines Artikels im Web kommt nach Meinung vieler SEO-Gurus eine überragende Bedeutung zu. Das ist auch verständlich, denn viele Aggregatoren arbeiten fast ausschliesslich mit der Überschrift, sei es in Feedreadern, Suchergebnissen von Google und anderen Suchmaschinen oder Verlinkungen in anderen Blogartikeln, wobei meistens die Überschrift des Originalbeitrags als Linktext übernommen wird.
Blogsysteme wie WordPress bieten an, die Überschrift eines Artikels gleichzeitig als Title-Tag der Webseite auszugeben. Das macht die ganze Sache dann auch schon wieder aus SEO Sicht interessant.

Via Twitter bin ich auf diesen Artikel von Chris Bloczynski gestossen: 99 Headline Technics Revealed. Er klassifiziert gewisse, immer wiederkehrende Formulierungsfragmente in Überschriften und gibt 99 (!) Beispiel dafür an. Alles in Englisch zwar, aber die Methoden sind problemlos ins Deutsche übertragbar. Bei vielen Sachen gruselt es mich schon, wenn ich schon den Anfang so einer Headline lese.

Conventions killed the Inspirational Star

Natürlich sollte man für seinen Blogbeitrag ein knackige, prägnante und vor allem themenrelevante Überschrift wählen. Allerdings ist dieses von den Internetkonventionen erzwungene Überschrifteneinerlei zu bedauern. Dauernd wird nur dazu geraten, Überschriften ala „10 nützliche Tools, um Adsense Konversionsraten zu steigern“ zu formulieren. Ich gebe ja beschämt zu, dies hin und wieder bei IT-bezogenen Themen auch zu tun – versuche es aber in Privatthemen anders zu halten. Irgendwann stumpfen die User demgegenüber dann doch ab.

Es gab einmal eine Zeit, da war das Internet noch nicht so erwachsen wie heute, unreif und voller interessanter Überraschungen. Gut, technisch gesehen ließ sich viel Schreckliches ausmachen, aber eben auch einige originelle Sachen. Und dann kam Google und dieser ganze SEO Schmonzes. Ich habe den Eindruck, seitdem achten alle ängstlich nur noch darauf, für die Suchmaschinen und das Ranking zu schreiben oder layouten, so dass mir zum Beispiel das Internet als solches schon lange keinen Spaß mehr bereitet. Wo ist die Kreativität hin? Wo ist der Mut, mal etwas ganz anderes zu machen und dann eben 100 Leser weniger im Monat zu haben? Dauernd wird davon geredet, wie tot das Medium Print doch sei und dann bemüht sich die halbe Welt, dass der/das Blog ja auch so aussieht wie ein Zeitschriftenmagazin. Spalten, alles zentriert und Überschriften wie aus der Zeitung. Und um Gottes Willen doch bloss nicht das richtige Keyword im Titel nicht vergessen.
Also, das ist doch nun wirklich schizophren …

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