Leistungsschutzrecht und kein Ende

18. Juni 2012 | Von | Kategorie: Allgemein

Der Stefan Niggemeier sieht den neuen Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht zwar als Totgeburt an, aber bei mir macht sich ein ungutes Gefühl im Magen breit. Die Verlage und Content-Schleudern müssen nur laut genug jammern, die Lobbyisten nur laut genug trommeln und die verstockten Herzen der Herren und Damen Abgeordneten werden erweichen und sich öffnen …

Ich würde mir in dem Falle wünschen, dass die Bloggerwelt dann tatsächlich auf alle Links zu Newsmeldungen oder online-Artikeln verzichtet. Ich fürchte aber auch: das bleibt ein frommer Wunsch. Schon allein deshalb, weil Google zahlen wird, um auf die Verlage und TV-Sender nicht verzichten zu müssen.
Auch würde es wahrscheinlich Ausnahmen für einige “große” Blogger geben, damit die Verlage ein Feigenblatt haben, dass sie sich vor die unansehnlichen Körperstellen heften können.
Aber dann wird man endlich auch einmal sehen können, was die Linkpower aus der Blogger-Welt so wert ist. Die überwältigende Mehrheit zählt doch wie ich nur zu den kleinen Lichtern. Das wäre dann eine zusätzliche bittere Erkenntnis.

Verkläre ich das jetzt oder war das früher alles mal entspannter? Ich meine, galt denn nicht einmal Leben und Leben lassen? Wollen die mit aller Macht den Gegenbeweis zur Print-ist-tot-These erbringen?

Nachschlag: Und dann hier noch eine ganz besondere Stilblüte von Nikolaus Blome, dem Generalbevollmächtigten von BILD (oder so). BILD, BILD … waren das nicht die mit dem Nannen-Preis?

Ursache dieser Kleinodie aus dem Hause Springer ist übrigens dieser Vorfall.

Man lese auch hier dazu.

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